Lerntherapien LRS • Dyskalkulie • AD(H)S Lernstörungen

Lerntherapie bei Lernstörungen

Wer kennt das nicht:Behl_Marianne bei Lernstörungen

  • „Mädchen können kein Mathe“
  • „Jungen können nun mal besser rechnen als schreiben“
  • „Das Kind muss nur mehr üben“, es ist also faul,
  • „das konnte meine Mutter / mein Vater auch nicht“, ist also vererbt,
  • „manche Kinder sind Spätzünder“, etc. ?

Was bedeuten diese Vorurteile aber für das Kind? Wie fühlt es sich?

„Ich bin nichts wert“, ich bin ein „Versager“ …

Wozu führt das? Die Erwartung, Misserfolge zu haben, wird für das Kind zur Grundhaltung. Ist dann Lernen überhaupt noch möglich? Bin ich dann überhaupt noch motiviert?

Die Folgen von Lernstörungen, die sich in Deutsch als Lese/Rechtschreib-Schwäche (LRS/Legasthenie) oder in Mathematik in Form von Rechenschwäche (RS / Dyskalkulie) zeigen, können sehr vielfältig sein. In vielen Fällen wird beobachtet, dass Kinder auf die fortwährenden Misserfolge in diesen Fächern nicht nur mit Abneigungen gegen Deutsch oder Mathematik reagieren. Es stellt sich Schulunlust ein. Aufmerken sollten Eltern also, wenn das Lernversagen auf die anderen Schulfächer übergreift, denn es ist zu befürchten, dass bei dem Kind auf dieser Grundlage bereits soziale und auch psychische Probleme entstanden sind. Sowohl um diese auszuschließen, als auch um zu vermeiden, dass dem Kind der Makel einer Minderbegabung anhängt, ist eine professionelle Diagnose der Lernstörungen und eine individuelle Therapie erforderlich, denn Kinder mit einer nicht therapierten LRS oder RS behalten diese Störung lebenslang.

Jedoch sind nicht nur offensichtliche Lernstörungen für schulische Misserfolge ausschlaggebend. Unter Lehrern ist sowohl der sog. „Zappelphilipp“ als auch der „Hans-guck-in-die-Luft“ als Schülertyp bekannt. Beide Erscheinungsbilder, einerseits der unstete und impulsiv agierende, hyperaktive Zappelphilipp, andererseits der brave und verträumte Hans-guck-in-die-Luft können dem Unterrichtsverlauf nicht so folgen, dass sich die zu erwartenden Lernerefolge einstellen. Sie leiden an einer Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (AD(H)S), mit der sie sich selbst, aber auch Eltern und Lehrern erhebliche Schwierigkeiten bereiten. Auch hier ist zunächst eine mehrere Bereiche (ärztliche und psychologische) umfassende Diagnose und dann eine individuelle Therapie erforderlich.

In allen Fällen gilt jedoch: eine erfolgreiche Therapie kann nur gelingen, wenn Therapeut(in), Eltern und Lehrer gemeinsam zum Wohle des Kindes zusammenarbeiten.

Bei Verdacht auf Lernstörungen wenden Sie sich an das Lernzentrum Wolfgang Sinkwitz. Die Erstberatung ist für Sie selbstverständlich kostenfrei.

      Marianne Behl, Diplom-Psychologin und Lerntherapeutin